Behauptungen zum Zustand des ICH.
Tina Simon, 2018

Claudia Rößger.

Susanne Altmann, 2017

An den Prinzen von Rom

Blicke wohin auch immer. Was da wohl sein mag? Eine Aura, aber kein Gesicht.

Behutsam und zärtlich legt er den Arm um sie – nur den rechten wohlweislich!
Es grummelt in ihrem Bauch. Sie ganz in Rosa, er: flüchtende Vierecke in Blau.
Beide hocken auf Knien. Wenig gemütlich und doch so seelig.

 

Der kleine Tod trägt tapfer den Tannenbaum in der Rechten. Ihn schwindelts.
Mit gegrätschten Beinen wartet er, dass das Wettrennen in seinem Kopf vorbei ist.
Die Rote Zora ist wahrlich schlecht gelaunt und schmollt.
All die Bälle und Kugeln um sie herum schert das wenig.
Sie rollen und hüpfen, was das Zeug hält.

 

Auf Löwentatzen Joga machen, ohne, dass die Rauten verrutschen – gewagt, gewagt!
Strapsiger Strich. Pastos drüber-rüber.
Gehauchtes Schwimmen, geschnittene Akkuratesse. Stift-Regie, Papier-Kommando.
Kein Einwand oder weg damit. Zu Diensten mein Karo!

 

Meist sind sie allein, zu zweit sind sie ein Paar. Und manchmal kostet es sie den Kopf. Peng!
Der Raum flirrt oder verschwindet. In welcher Zeit sind wir und in welcher Welt?
Feine Linie, schweres Schwarz. Odnung ist anderswo
und doch muß alles genau so sein.
Es findet sich ein und fragt nicht um Erlaubnis.

 

Ulrike Münter, Berlin 2011

 

Erschienen in der Mappenedition mixed pickles, anlässlich der Soloschau "mixed pickles" in der maerzgalerie Leipzig 2011.

 

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